Artikelansicht

14.01.2019 09:46 Alter: 100 Tage

TTC fegt Grenzau aus der Halle

Der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell hat in der Tischtennis-Bundesliga zum Jahresauftakt kurzen Prozess mit dem TTC Zugbrücke Grenzau gemacht und nach dem souveränen Sieg im Hinspiel auch zuhause mit 3:0 gegen die Westerwälder gewonnen. Ruwen Filus kam in den ersten beiden Sätzen des Tages zweimal nach einem großen Rückstand zurück und legte so den Grundstein für den Erfolg der Osthessen, die lediglich einen Satz abgeben mussten und den dritten Sieg in Folge feierten.

„Das war ein grandioser Sieg, alle Spieler waren in einer Bomben-Form“, strahlte Maberzells Präsident Stefan Frauenholz nach einem der besten Saisonauftritte seiner Mannschaft, die damit in der Rückrunde nun bei drei Siegen und nur einer Niederlage gegen Düsseldorf steht. „Das macht Hoffnung, dass die Serie so fortgesetzt werden kann“, betonte Frauenholz. Der Nachmittag begann mit einem extrem umkämpften ersten Satz mit vielen Führungswechseln zwischen Ruwen Filus und Grenzaus Mihai Bobocica wobei der Maberzeller nach 6:8-Rückstand das letzte Wort hatte und fünf Punkte in Folge zum Satzgewinn holte. Seine Comeback-Qualitäten zeigte Filus dann auch im zweiten Durchgang: Wieder konnte er einen großen Rückstand drehen und machte aus dem 7:10 ein 12:10. Den dritten Satz spielte Filus konzentriert von vorneweg und tütete mit dem 11:5 nach nur knapp 25 Minuten den ersten Punkt für seinen TTC ein. Das anschließende Duell zwischen Wang Xi und Kirill Gerassimenko begann fast identisch: Xi verlor nach gutem Start im ersten Satz zwischenzeitlich den Anschluss, lag mit 5:9 hinten und startete eine famose Aufholjagd zum 11:9-Erfolg. Mit starken Abwehraktionen holte er auch in Satz Nummer zwei wieder eine ordentliche Führung heraus, allerdings wendete sich dann das Blatt: Der Maberzeller verspielte ein 5:1 diesmal zum Ausgleich und auch der dritte Satz verlief nahezu gleich: Aus einem 1:4 machte Gerassimenko ein 5:4, danach schaukelten sich beide bis zum 9:9 hoch. Doch Wang Xi behielt die Nerven und brachte den eminent wichtigen Durchgang mit 11:9 nach Hause. Dann drehte Gerassimenko den Spieß um und legte selbst mit 2:0 vor, doch gab den engen vierten Satz zum 2:0 für die Gastgeber aus Maberzell am Ende noch aus der Hand. Nach einer kleinen Pause hatte es Tomislav Pucar gegen Marcelo Aguirre nun in der Hand, das Match frühzeitig zu beenden und seiner Mannschaft einen glatten 3:0-Sieg zu bescheren – und der 22-Jährige lieferte zunächst ab: Ohne größere Probleme holte Pucar den ersten Satz, ehe er im zweiten Durchgang mit fünf Punkten in Folge eindrucksvoll vorlegte. Nach der 8:2-Führung schien er sich aber möglicherweise zu sicher, denn Aguirre kämpfte sich zurück in die Partie und erarbeitete sich zwei Satzbälle, die er jedoch nicht nutzen konnte. Pucar hingegen nutzte seinen dritten Satzball dann zum 15:13 und zur Vorentscheidung. Auch im nächsten Satz machte er es anfangs unnötig spannend für die rund 520 Zuschauer in der Wilmingtonhalle, der dritte Matchball beendete die Partie dann aber nach rund einer Stunde und 45 Minuten zugunsten der Hausherren, die damit weiterhin zumindest theoretisch die Chance auf einen Playoff-Platz haben und in der kommenden Woche zum ASV Grünwettersbach reisen müssen, wo weiter gepunktet werden soll. „Ich hoffe, dass wir da den vierten Sieg draufsetzen können“, blickte Frauenholz voraus, der nach der jüngsten Vorstellung seines Teams sehr zuversichtlich sein konnte: „Wir haben nur einen Satz abgegeben, das spricht für sich“.