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28.08.2017 14:29 Alter: 27 Tage

Die Serie hält / TTC behält im Krimi gegen Ochsenhausen die Nerven

Auftakt nach Maß für den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell in der Tischtennis-Bundesliga: Beim selbsternannten Titelaspiranten TTF Liebherr Ochsenhausen feierten die Maberzeller einen – wie sollte es gegen die Oberschwaben auch anders sein – hochdramatischen 3:2-Sieg in einem mehr als dreieinhalbstündigen Krimi.

„Das war ein Auftakt nach Maß, wir waren alle sehr glücklich und überrascht. Besser hätte es nicht laufen können“, frohlockte Maberzells Präsident Stefan Frauenholz nach dem nicht erwarteten 3:2-Sieg in Ochsenhausen. Nachdem die Osthessen in der Vorsaison viermal die Oberhand gegen die Oberschwaben behielten, durften Wang Xi und Co. auch diesmal jubeln: „Wir haben die Serie fortgesetzt und fünfmal in Folge hochdramatisch gewonnen“, jubelte Frauenholz, der wie die mitgereisten Fans um 18.37 Uhr aufatmen durfte, als Wang Xi gegen den Ochsenhausener Polen Jakub Dyjas seinen ersten Matchball zum 15:13 im vierten Satz verwandelte, nachdem er zuvor vier Satzbälle abgewehrt hatte. In den ersten beiden Durchgängen hatte der 33-Jährige das Glück auf seiner Seite, den dritten sicherte sich Dyjas deutlich mit 11:4. Im vierten Satz führte der Pole mit 7:6, als er eine verletzungsbedingte Unterbrechung nehmen musste – von der fast viertelstündigen Pause ließ sich Wang Xi aber nicht beirren. Gegen den bärenstarken Brasilianer Hugo Calderano, die Nummer 27 der Welt, war der Deutsch-Chinese im ersten Duell des Tages letztlich chancenlos, nur den zweiten Satz konnte Wang Xi für sich entscheiden, verlor letztlich aber klar mit 1:3 (8:11, 11:3, 7:11, 6:11). Dafür holte Ruwen Filus, die diesjährige Maberzeller Nummer eins, gegen Dyjas den ganz wichtigen Punkt zum 1:1: Nachdem der Weltranglisten-23. mit 1:2 Sätzen zurückgelegen hatte, wehrte Filus beim Stand von 11:10 für Dyjas im vierten Satz einen Matchball ab, gewann den Durchgang noch mit 13:11 und machte im fünften Satz dann kurzen Prozess mit dem Polen. Der Schachzug, Yuto Muramatstu auf Position drei zu stellen, ging ebenfalls nicht auf: Der Däne Jonathan Groth spielte überragend, hatte nur im zweiten Satz Probleme und gewann ansonsten klar mit 3:1 (11:9, 5:11, 11:9, 11:4). Mit der 2:1-Führung im Rücken hätte Filus im Spitzeneinzel gegen Calderano dann schon vorzeitig für den Sieg sorgen können, lag aber schnell mit 0:2 Sätzen hinten. Der 28-Jährige kämpfte sich zurück ins Spiel und in den fünften Satz, zog hier aber letztlich klar mit 6:11 den Kürzeren. Dafür sorgte dann Wang Xi im entscheidenden fünften Einzel für kollektiven Jubel. „Das war wirklich hochdramatisch und hochklassig, eine geschlossene Mannschaftsleistung von uns. Jeder Spieler hat gleich im ersten Spiel einen Punkt zum Sieg beigetragen“, lobte Frauenholz, der unterstrich: „Es hätte nicht besser laufen können. Das gibt Sicherheit für die nächsten Wochen.“