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Genial, homogen, konstant
Der TTC hat mit zwei Siegen gegen Hanau und Frickenhausen die beste Saisonleistung seit seiner Zugehörigkeit zur 1. Bundesliga souverän abgeschlossen. Tabellenplatz 2 hinter Düsseldorf, wobei man wochenlang sogar die Tabellenführerschaft innehatte, waren der Lohn für konstant gute Leistungen, eine homogene Mannschaft und einen genialen Wang Xi.
„Das war ein tolles Spiel von beiden Mannschaften. Waldi hat eine super Leistung gezeigt", freute sich Fulda-Maberzells Trainer Quing Yu Meng nach dem knappen 3:1-Erfolg seines Teams am Freitagabend, den 09.04 im brisanten Derby im Hexenkessel von Hanau. Offiziell 1.850 Zuschauer sahen großen Tischtennis-Sport in der Main-Kinzig-Halle und einen würdigen Abschied von Mister Tischtennis Jörg Rosskopf. Während Gastgeber TG Hanau nach diesem Spiel noch einen Punkt zum sicheren Klassenerhalt fehlte, hatten wir den zweiten Tabellenplatz in der Deutschen Tischtennis Liga bereits sicher. Dadurch kann sich der osthessische Klub im Play-Off-Halbfinale das Heimrecht aussuchen. "Wir wollen zunächst auswärts antreten und am 30. April dann im Rückspiel zu Hause spielen", war die einhellige Meinung des gesamten Vorstands.
Am letzten Spieltag am Sonntag spielte Maberzell erneut toll auf und kam gegen Frickenhausen zu einem ungefährdeten 3:1.Sieg.
Die beiden übrigen Play Off Teilnehmer sind der TTC Zugbrücke Grenzau (Vierter) und der TTC Liebherr Ochsenhausen.
In Hanau zeigte "Rossi" in seinem Abschiedsspiel nochmals, warum ihn die Tischtennis-Fans lieben: Gegen den bärenstarken Robert Svensson kämpfte Roßkopf und bezwang den jungen Schweden in einem dramatischen Fünf-Satz-Match mit 10:12, 11:8, 5:11, 11:5 und 14:12. Minutenlang stehende Ovationen der begeisterten Fans in der völlig überfüllten Main-Kinzig-Halle. Zahlreiche Kamerateams, Fotografen und Agenturen verfolgten dieses Spiel und da wollte auch unser "alter Schwede" Jan Ove Waldner zeigen, dass er es immer noch drauf hat. Und wie: Waldi fegte Hanaus Steffen Mengel glatt in drei Sätzen mit 11:7, 11:9 und 11:7 aus der Halle. Wang Xi zeigte ebenfalls in seinem ersten Match, dass er zur absoluten Weltspitze gehört. Mit fantastischen Ballwechseln siegte der Chinese gegen den 17-jährigen Weltranglisten-Achten der Jungendrangliste Patrick Franziska ebenso deutlich wie sein Mannschaftskollege mit 11:7, 11:2 und 11:9. Fulda-Maberzell führte schnell 2:0. Doch dann sorgte Jörg Roßkopf wie erwähnt für frenetischen Jubel in Hanau.
Durch seinen Fünf-Satz-Sieg verkürzte Hanau auf 1:2. Steffen Mengel musste nun gegen Wang Xi ran und es sah zunächst nach einem klaren Sieg für den Maberzeller aus. "Wang Xi fühlte sich wohl zu sicher", sagte später sein Trainer Meng. Denn der Chinese musste in den fünften Satz und lag dort gar mit 0:5 zurück. Von Welt- bis Kreisklasse zeigte Wang Xi in diesem Einzel alles. Doch er besann sich auf seine außergewöhnlichen Qualitäten, holte zum 5:5 auf und gewann den entscheidenden Satz schließlich mit 11:9. Riesenjubel beim mitgereisten Anhang. Immerhin bedeutet der zweite Tabellenplatz die beste Platzierung die Fulda-Maberzell bisher in der Deutschen Tischtennis-Liga zum Punktspiel-Abschluß erreichte.
In der mit 680 Zuschauern fast ausverkauften Fuldaer Wilmingtonhalle ließ Densivkünstler Wang Xi dem DTTB-Nationalspieler Bastian Steger am Sonntag beim 11:6, 11:3, 11:9 keine Chance. Damit war der sportliche Klassenerhalt für den "Tälesklub" nicht mehr möglich, der anschließend befreit aufzuspielen schien. Fabian Akerström jedenfalls gewann gegen seinen Landsmann Robert Svensson in vier Sätzen. Jan-Ove Waldner brachte aber die Maberzell wieder auf Kurs durch einen Fünfsatzsieg über Kenta Matsudaira. Wang Xi konnte nun den Sieg für Maberzell gegen Akerström perfekt machen und sein 27. Einzel in dieser Saison gewinnen. Und das tat der drahtige, 1,80 Meter große Chinese denn auch souverän (11:6, 11:6, 11:4) und beendete damit die vorerst letzte Partie des TTC Frickenhausen im Oberhaus nach einer Gesamtspielzeit von exakt zwei Stunden.
Für den Fuldas Spitzenklub bedeutet der heutige Tag auch das bisher beste Ergebnis in der 1. Bundesliga mit dem zweiten Tabellenplatz. Jetzt konzentrieren sich alle auf die kommenden Play-Offs und den ETTU-Cup. So oder so oder wie es auch immer ausgeht: schon jetzt ist die Saison 2009/2010 die bisher erfolgreichste in der Vereinsgeschichte. Im Halbfinale trifft der TTC Rhönsprudel Fulda-Maberzell nun auf die TTF Liebherr Ochsenhausen, zunächst auswärts am kommenden Wochenende und am 30. April in eigener Halle zum Rückspiel.











