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13.03.2017 15:42 Alter: 253 Tage

TTC löst durch 3:1 gegen Grenzau Play-Off Ticket

Keine Blöße gegeben hat sich der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell in der Tischtennis-Bundesliga im vorletzten Heimspiel der Hauptrunde: Mit 3:1 bezwangen die Osthessen das Schlusslicht Zugbrücke Grenzau und stehen durch die zeitgleiche Niederlage von Bergneustadt gegen Düsseldorf sicher in den Play-offs – zum vierten Mal in Folge.

Grenzau fuhr ersatzgeschwächt nach Fulda und musste auf Spitzenspieler Kou Lei verzichten, dafür schlug plötzlich Jörg Schlichter auf, der normalerweise für Grenzau II in der zweiten Bundesliga spielt und von 2005 bis 2008 auch für Maberzell in der Bundesliga im Einsatz war. „Er ist ein sehr netter Mensch und war damals sehr erfolgreich mit uns in der Bundesliga“, erklärt Maberzells Präsident Stefan Frauenholz. Ob der personellen Schwächung des Schlusslichts war ein Maberzeller Sieg eigentlich nur Formsache, „aber Grenzau hatte nichts zu verlieren. Und es spielt sich immer schwieriger, wenn man das Spiel schon vorher gewonnen hat“, gibt Frauenholz zu bedenken. Die Maberzeller spielten die Partie vor 350 Zuschauern (Frauenholz: „Das war klar, der Tabellenletzte ist einfach kein Zuschauermagnet“) dennoch konzentriert und souverän herunter. Publikumsliebling Wang Xi hatte zu Beginn mit dem 22-jährigen Liang Qiu jedoch so seine Probleme und verlor den ersten Durchgang trotz 8:5-Führung noch mit 8:11. Nach 1:2-Satzrückstand kämpfte sich der 33-Jährige in den ausgeglichenen fünften Satz. Nach einem langen Ballwechsel verkürzte Qiu auf 9:8, mit einer druckvollen Vorhand erkämpfte sich Wang Xi jedoch zwei Matchbälle und nutzte den ersten zum 1:0 für den TTC. „Das war wichtig. Er hat das Spiel trotzdem heimgebracht“, lobt Frauenholz. Ruwen Filus hatte dann gegen Schlichter beim 3:0 (11:9, 11:3, 11:4)-Sieg so gar keine Mühe und benötigte gerade einmal 13 Minuten und 28 Sekunden, um auf 2:0 zu Stellen. Ersatzmann Thomas Keinath wiederum, der für den immer noch an einem Muskelfaserriss laborierenden Jonathan Groth auf Position drei aufschlug, verlor gegen Luka Fucec in drei Sätzen, vergab beim 12:14 im zweiten Satz aber auch drei Satzbälle. „In Topform hätte er ihn schlagen können. Man hat gesehen, dass ihm nach seinem Rippenbruch noch die Spielpraxis fehlt“, erläutert der TTC-Präsident. Dafür schwächelte Wang Xi im Spitzen-Einzel gegen Schlichter nur im dritten Satz, der er letztlich mit 11:3 abgeben musste. Mit seinem ersten Matchball beendete er das Heimspiel gegen das Schlusslicht dann nach 2:14 Stunden. Direkt danach ging der Blick nach Bergneustadt, wo der Tabellenfünfte gegen Spitzenreiter Düsseldorf antrat und mit 1:3 verlor. Eine Dreiviertelstunde nach Spielende in der Hubtex-Arena stand dann fest: Die Maberzeller sind sicher in den Playoffs, Bergneustadt kann nicht mehr am TTC vorbeiziehen. „Das ist ein Riesenerfolg, wir sind zum vierten Mal in Folge unter den besten vier Mannschaften Deutschlands. Darauf kann man als kleiner TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell mehr als stolz sein“, freut sich Frauenholz über den vorzeitigen Einzug ins Play-off-Halbfinale. Durch die Niederlage von Ochsenhausen in Grünwettersbach kommt es in zwei Wochen in Maberzell zum Showdown um Platz zwei. Mit einem weiteren Sieg hätten die Maberzeller auch den Vierten Saarbrücken distanziert und würden damit Rekordmeister Borussia Düsseldorf aus dem Weg gehen.