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17.11.2017 13:18 Alter: 26 Tage

TTC will gegen Bremen Revanche für das Pokal-Aus

Rund sechs Wochen ist es her, da verlor der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell im Pokal-Achtelfinale überraschend deutlich mit 0:3 beim SV Werder Bremen. In der Tischtennis-Bundesliga wollen die Osthessen jetzt am Sonntag (15 Uhr) beim deutschen Mannschaftsmeister von 2013 Revanche für das Pokal-Aus nehmen und den direkten Konkurrenten um die Play-Off-Plätze distanzieren.

„Das wird ein schweres Spiel. Wir haben dort mit 0:3 verloren, obwohl Bastian Steger bei Bremen gefehlt hat. Mit ihm wird es noch schwerer, er spielt sehr gut gegen Abwehr“, weiß Maberzells Cheftrainer Qing Yu Meng genau, was auf ihn und sein Team in der Hansestadt zukommt. Der langjährige deutsche Nationalspieler ist immer noch einer der besten Spieler der Liga (aktuell auf Platz vier der Spielerrangliste) und immer für zwei Punkte gut. Im Pokal war es dann der Rumäne Hunor Szöcs, der den Maberzeller Abwehrspezialisten Ruwen Filus und Wang Xi nicht den Hauch einer Chance ließ und beide Duelle im Schnelldurchgang gewann. „Bremen hat wirklich eine sehr starke Mannschaft, der Ägypter Omar Assar ist auch ein Weltklassespieler“, lobt Meng den kommenden Gegner, der mit einer komplett ausgeglichenen Bilanz von 6:6 Punkten und 12:12 Spielen aktuell auf Platz sechs liegt. Die Maberzeller wiederum sind mit 8:4 Punkten und 13:12 Spielen aktuell Vierter, punktgleich mit dem drittplatzierten Saarbrücken. „Wir haben jetzt noch drei Spiele in der Vorrunde. Wenn wir die Play-offs schaffen wollen, müssen wir jetzt nochmal zwei Siege schaffen, sonst wird es schwer“, nimmt Meng die Mannschaft in die Pflicht. Nach dem Gastspiel in Bremen steht noch das Heimspiel gegen Bergneustadt und das Auswärtsspiel in Saarbrücken auf dem Programm. Mut macht den Maberzellern aber die Statistik der vergangenen Jahre: Das Pokalspiel ausgeklammert besiegte der TTC die Bremer zuletzt in schöner Regelmäßigkeit, im Vorjahr gab es zwei 3:0-Siege. Mit der Aussicht auf Revanche ist die Motivation von Wang Xi, Ruwen FIlus und Jonathan Groth jedenfalls riesig, die Formkurve zeigte zuletzt auch nach oben: Groth kämpfte sich beim letzten Heimspiel gegen Grenzau aus dem Tief und schied bei den German Open gegen den starken Chinesen Yu Zhou denkbar knapp mit 3:4 aus. Filus wiederum war gegen den Ex-Bremer und Weltklassespieler Chuang Chih-Yuan schon auf der Siegerstraße, unterlag nach vier vergebenen Matchbällen aber noch knapp im Entscheidungssatz mit 11:13. „Ich hoffe, dass wir ein starkes Spiel machen und gewinnen. Bremen ist ein direkter Konkurrent, den wollen wir hinter uns lassen“, unterstreicht Meng.